Die Glühlampe geht – und macht Platz für strom- und geldsparende Alternativen

Kategorie: 2009

Ministerien, Verbände und Hersteller informieren mit Infoflyern zum Beginn des Ausstiegs zum 1. September 2009

Frankfurt am Main, 21. August 2009 – Zum 1. September 2009 greift die erste Stufe der EU-Verordnung, die dafür sorgt, dass ineffiziente Glühlampen bis 2012 schrittweise vom Markt verschwinden. Für die Verbraucher und den Handel wurden gemeinsam von den beteiligten Ministerien, Industrie- Handels-, Handwerks-, Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie den Herstellern Informationsfaltblätter erstellt, die Details des Ausstiegsplans, die Vorteile sowie das Angebot an alternativen Beleuchtungsmitteln enthalten. Diese können ab sofort unter www.licht.de sowie auf den Seiten der beteiligten Akteure abgerufen werden.

Der Abschied von der Glühlampe soll dazu beitragen, mittels der Umstellung auf energieeffiziente Produkte die Effizienz- und Klimaziele der EU zu erreichen. Der Stufenplan sieht vor, dass ab dem

1. September 2009 mattierte Lampen die Energieeffizienzklasse A aufweisen müssen. Dies bedeutet, dass mattierte konventionelle Glüh- sowie Halogenlampen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Vor dem Stichtag in den Handel gebrachte Lampen dürfen weiter verkauft werden, Lampen in Gebrauch müssen nicht ausgetauscht werden. Für klare Standard-Glühlampen gilt: Lampen über 75 Watt müssen die Effizienzklasse C erreichen, für die übrigen gilt die Mindestenergieeffizienzklasse E.

Der Handel hält eine Vielzahl von Alternativen zur klassischen Glühlampe bereit. Als “Energiesparlampen” bekannte Kompaktleuchtstofflampen und energieeffiziente Halogenlampen sind bereits in einer Vielzahl von Formen, Farben und Helligkeiten sowie für verschiedene Fassungen erhältlich. Daneben entwickeln die Hersteller LED-Lampen, die zur Zeit bereits als Alternative für Glühlampen niedriger Leistung verfügbar sind.

Mit diesen Alternativen können bis zu 75 Prozent der Stromkosten für die Beleuchtung eingespart werden. Denn die Glühlampe wandelt nur fünf Prozent des Stroms in Licht um, der Rest verpufft als Wärme. Auch bei wichtigen Umweltaspekten schneidet die Kompaktleuchtstofflampe besser ab als die Glühlampe. Durch den geringeren Stromverbrauch dieser Lampen verringern sich die CO2-Emissionen. Zwar enthalten Kompaktleuchtstofflampen notwendigerweise geringe Mengen von Quecksilber, doch auch bei der Stromproduktion entsteht Quecksilber, so dass weniger Stromverbrauch insgesamt auch weniger Quecksilber bedeutet.

Die Flyer geben auch Tipps zur Entsorgung: Kompaktleuchtstofflampen dürfen nicht in den Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen beim Wertstoffhof oder Schadstoffmobil abgegeben werden. Weiter erhalten die Verbraucher Hinweise, worauf beim Kauf von Energiesparlampen zu achten ist sowie eine Liste mit Links für weiterführende Informationen.

Beteiligte Behörden, Unternehmen, Verbände:

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Bundesverband des Elektro-Großhandels (VEG)
BVT – Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT)
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH
Umweltbundesamt
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

Ansprechpartner für die Presse: F. Rainer Bechtold, Fon 069 6302-255

Die Glühlampe geht – und macht Platz für strom- und geldsparende Alternativen

Elektroindustrie unterstützt neue EU-Verordnung zu energiesparenden Elektromotoren und intelligenten Antrieben

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 19. August 2009 – Durch den intelligenten Einsatz elektrischer Antriebstechnik lassen sich in Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen enorme Energieeinsparungen erzielen. Würden alle in Deutschland installierten Antriebe mit Energie­sparmotoren und dort wo sinnvoll mit elektronischen Antriebsregelungen ausgerüstet, ergäbe sich eine Stromeinsparung von 38 TWh (38 Milliarden Kilowattstunden) pro Jahr, bekräftigt der ZVEI anlässlich der Verabschiedung der neuen EUP-Verordnung durch das Europäische Parlament. Das entspricht etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs oder der Stromerzeugung von 16 Kraftwerksblöcken der 400 Megawatt­klasse. Die jährliche Stromrechnung würde bei zehn Cent je KWh um 3,8 Milliarden Euro verringert.

Die Belastung der Umwelt würde nach aktuellem Kraftwerksmix um jährlich 23 Millionen Tonnen CO2 vermindert. Auf Europa hochgerechnet schätzt die Europäische Kommission das Einsparpotenzial auf 135 TWh. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, hat die Kommission im Rahmen der EUP-Richtlinie die Verordnung über energieeffiziente Drehstrom-Normmotoren und elektrische Antriebe erlassen. “Die deutschen und europäischen Motoren- und Antriebshersteller begrüßen diese Entscheidung. Sie gibt sowohl den Herstellern als auch den Anwendern Planungssicherheit” sagt Günter Baumüller, Vorsitzender des Fach­bereichs Elektrische Antriebe im ZVEI. Weltweit sei die neue Verordnung wegweisend, da sie erstmals auch intelligente Antriebssysteme, das heißt Elektromotoren mit elektronischer Drehzahlregelung, einschließe.

Die neue Regelung sieht vor, dass ab 16. Juni 2011 in Europa Drehstrom- Normmotoren der Größen 0,75 bis 375 KW nur noch in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn sie mindestens der international genormten Energieeffizienzklasse IE2 entsprechen. Solche Norm­motoren treiben u.a. Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren, Aufzüge, Rolltreppen und Transportbänder an. Wenn alle Antriebssysteme in Deutschland mit Energiesparmotoren der neuen Generation ausgerüstet wären, würde das zu einer Energieeinsparung von rund 14 TWh führen.

Antriebssysteme mit elektronischer Drehzahlregelung werden von der neuen Verordnung ab Januar 2015 adressiert. Ab diesem Datum verkaufte IE2 Motoren dürfen nur noch mit elektronischer Drehzahlregelung eingesetzt werden. Alternativ ist dann der Einsatz von Motoren möglich, die mindestens der Effizienzklasse IE3 entsprechen. Diese sind heute noch nicht in der Breite verfügbar. Technisch und wirtschaftlich wäre es nach ZVEI-Untersuchungen sinnvoll, mindestens jeden zweiten Motor mit elektronischer Drehzahlregelung auszustatten. Das würde zu einer weiteren Energieeinsparung von 24 TWh führen.

Allein in Deutschland laufen heute etwa 35 Millionen alte Drehstrom­motoren. Auch wenn sich die Anschaffungskosten je nach Anwendung in weniger als einem bis zu einigen Jahren durch die eingesparten Stromkosten rechnen, liegt die derzeitige Modernisierungs- bzw. Austauschrate bei drei bis vier Prozent pro Jahr. Es würden also über 20 Jahre vergehen, bis der Altbestand durch energiesparende neue Techniken ersetzt worden ist. Bereits heute werden Energiespar­beratungen für KMU über die KfW gefördert. “Die umweltpolitisch gewollte Beschleunigung der Modernisierung des riesigen Altbestandes erfordert aber eine stärkere politische Flankierung”, fordert Baumüller.

Ansprechpartner für die Presse: F. Rainer Bechtold, Fon 069 6302-255

Elektroindustrie unterstützt neue EU-Verordnung zu energiesparenden Elektromotoren und intelligenten Antrieben

Elektroindustrie fordert monatliche Stromabrechnungen

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 16. Juni 2009
Mit intelligenten Stromzählern könnten die privaten Haushalte jährlich rund 9,5 Milliarden Kilowattstunden Strom einsparen. Darauf wies der ZVEI – Zentral-verband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie aus Anlass der Konferenz „Energy efficiency in domestic appliances and lighting (EEDAL)“ in Berlin hin, die heute eröffnet wird. Die Erhöhung der Transparenz des Energieverbrauchs durch eine monatliche Stromabrechnung auf der Basis einer zeitgenauen Verbrauchsmessung mit elektronischen Stromzählern ist deshalb eine zentrale Forderung des ZVEI für das Wahljahr 2009. Die Politik muss jetzt die gesetzgeberischen Voraussetzungen dafür schaffen. Wenn die Verbraucher wissen, wofür sie den Strom einsetzen, können sie gezielt die Stromfresser im Haushalt durch moderne Geräte ersetzen. Intelligente Stromzähler sind zudem die Voraussetzung für die Verwendung von flexiblen Tarifen in der Energieversorgung und damit für eine effiziente Laststeuerung.
Der ZVEI bekräftigte seine Forderung nach einem zeitlich befristeten Impulsprogramm in Höhe von 150 Euro für den Erwerb eines höchsteffizienten A++-Kühl- und Gefriergeräts (Kühlschrankprämie). Würden damit alle mindestens zehn Jahre alten Kühl- und Gefriergeräte ausgetauscht, könnten pro Jahr etwa acht Milliarden Kilowattstunden an Strom eingespart werden. Noch einmal 7,5 Milliarden Kilowattstunden könnten durch den Einsatz von Energiesparlampen eingespart werden.

Elektroindustrie fordert monatliche Stromabrechnungen

ACHEMA 2009

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 11. Mai 2009
Der Einsatz moderner Prozessautomatisierung kann den Prozessindustrien in Deutschland helfen, zusätzlich vier Milliarden Euro jährlich an Energiekosten in ihren Produktionsanlagen einzusparen. In den Anlagen der deutschen Prozessindustrien, wie zum Beispiel der Chemieindustrie, liegt ein durchschnittliches Energie-Einsparpotenzial von zehn bis 15 Prozent. Bei einzelnen Anwendungen können es bis zu 70 Prozent sein. Insgesamt kann die Prozessautomation helfen, in Deutschland circa 50 Milliarden Kilowattstunden Strom und Primärenergie einzusparen, entsprechend mindestens 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Das sind elf Prozent der CO2-Emissionen des industriellen Sektors. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung, die auf der Achema 2009 vorgestellt wird.

ACHEMA 2009

Hausgeräteindustrie: EU-Entscheidung für das neue Energielabel für Kühlschränke ist wegweisend

Kategorie: 2009

07. Mai 2009
Hausgeräteindustrie: EU-Entscheidung für das neue Energielabel für Kühlschränke ist wegweisend

Das Europäische Parlament hat am 6. Mai 2009 den Vorschlag der EU-Kommission für ein neues Kühlgeräte-Energielabel gebilligt. Der ZVEI begrüßt diese Entscheidung, denn sie macht den Weg frei für die dringend benötigte neue Energieverbrauchs-Kennzeichnung.

Energielabel für Kühlschränke ist wegweisend

Berliner Energietage zeigen Wege zur Energieeinsparung in Gebäuden

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 30. April 2009
In Gebäuden kann erheblich Energie eingespart werden. Wie dies möglich ist, wird auf den 10. Berliner Energietagen am 6. Mai illustriert. Dazu lädt der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ein unter dem Titel “Wo und wie spart die Gebäudeautomation Energie?”. Experten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden stehen Rede und Antwort. Unternehmen der Elektronikbranche zeigen Innovationen, unter anderem für eine bessere Übersicht über den Energieverbrauch mit Hilfe Intelligenter Zähler (sogenannter SMART Meter) und bei der Verbindung zur Gebäudesystemtechnik, mit deren Hilfe Energieverschwendung vermieden werden kann. Weiterer Schwerpunkt sind moderne, automatisch gesteuerte Beleuchtungsanlagen, die weniger Energie verbrauchen und zugleich mehr Lichtkomfort bieten.

Energieeinsparung in Gebäuden

Contracting: Mit Intelligenz und Effizienz die Konjunktur stützen

Kategorie: 2009

22. April 2009

  • Erstmals Energiedienstleister und Anlagenbauer mit einem Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe
  • bis zu zehn Prozent Wachstum der Branche auch in der Wirtschaftskrise
  • Gutachten der Universität Jena: 3,2 Mrd. Euro starker Investitionsimpuls durch Wärmecontracting möglich

Mit Intelligenz und Effizienz die Konjunktur stützen

ZVEI: Kauf von sparsamen Hausgeräten lohnt doppelt

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 23. April 2009
Mit einer ganzen Reihe an Maßnahmen wird die Europäische Union den Energieverbrauch von verschiedenen elektrotechnischen Produkten in den nächsten Jahren drücken, dazu gehören unter anderem Hausgeräte, Unterhaltungselektronik und Beleuchtung. Der ZVEI begrüßt diese Initiative, weist jedoch darauf hin, dass hochwertige Hausgeräte
aus Deutschland schon heute deutlich energieeffizienter sind als es die neuen EU-Normen fordern. Für die Hausgerätebranche sei das Thema Energieeffizienz schon lange im Fokus von Neuentwicklungen.

Kauf von sparsamen Hausgeräten lohnt doppelt

Moderne Prozessautomatisierung spart durchschnittlich zehn bis 15 Prozent Energie

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 21. April 2009
In den Produktionsanlagen der Prozessindustrien liegt ein durchschnittliches Energie-Einsparpotenzial von zehn bis 15 Prozent. Bei einzelnen Anwendungen können es bis zu 70 Prozent sein. Insgesamt kann die Prozessautomation helfen, in Deutschland circa 50 Mrd. Kilowattstunden Strom und Primärenergie einzusparen, entsprechend mindestens 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Damit kann sie einen Beitrag von 17 Prozent zu dem CO2-Restminderungssziel für Deutschland leisten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung.

Prozessautomatisierung spart Energie

Neue Weltnorm für Energiesparmotoren – effiziente Antriebe bremsen Energiekosten

Kategorie: 2009

Frankfurt am Main, 21. April 2009
Auf der Hannover Messe 2009 stellen die deutschen Hersteller erstmals ihr Elektromotorenprogramm nach der neuen, international harmonisierten Wirkungsgradnorm IEC
60034-30 vor. Diese Norm wurde unter deutscher Federführung im International Electrotechnical Committee IEC erstellt und gerade veröffentlicht. Hintergrund war die weltweite Harmonisierung von Energiesparmotoren, um den freien Warenverkehr zu gewährleisten und den Wildwuchs an nationalen Bestimmungen zu bremsen. Der ZVEI -
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. hat die Norm initiiert und dabei die Sprecherfunktion der europäischen Motorenhersteller übernommen und deren Interessen gebündelt. Die Drehstrommotoren werden künftig weltweit in drei Klassen unterteilt. IE 1 steht für Standardwirkungsgrad, IE 2 für gehobenen Wirkungsgrad
und IE 3 für Premiumwirkungsgrad. Mit dem Wirkungsgrad wird die Effizienz von Elektromotoren bei der Umwandlung von elektrischer in mechanische Energie beschrieben.

Neue Weltnorm für Energiesparmotoren