Elektro-Hausgeräte und Consumer Electronics erstmals gemeinsam auf der IFA

Seit 1924 ist die IFA – Internationale Funkausstellung – eine der wichtigsten Plattformen für die Unterhaltungselektronik. Neben den traditionell in Berlin präsentierten Fernsehern, DVD-Playern, Stereoanlagen oder Mobiltelefonen haben die Besucher in diesem Jahr darüber hinaus erstmals die Gelegenheit, auch die neuesten und innovativsten Entwicklungen bei Kühlschränken, Kaffeeautomaten, Waschmaschinen oder Mikrowellen zu erleben. Mit der Aufnahme der Elektro-Hausgeräte reagieren die Messeveranstalter, die Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) und die Messe Berlin, auf das Konsumverhalten ihres Publikums – Privat- und Fachbesucher. Denn für viele Verbraucher zählen ebenso viele Consumer-Electronics- wie Elektro-Hausgeräte-Produkte zu den wichtigsten elektronischen Geräten. Die Messebesucher haben damit in Berlin die Möglichkeit, Bedienkomfort, Design, Qualität und Lifestyle neuester Technologien in einer einmaligen Dichte zu erleben. So verschieden diese Erlebniswelten und Produktpräsentationen aber auch sein mögen, ein Thema eint Elektro- Hausgeräte und Consumer Electronics: die Energieeffizienzverbesserung im privaten Haushalt. Was intelligente Technologien im Bereich der Consumer Electronics leisten können, zeigt die Entwicklung moderner TV-Systeme. Obwohl die Geräte die meiste Zeit des Tages ausgeschaltet sind, verbrauchten sie in der Vergangenheit sehr viel Energie. Dank der intensiven Bemühungen der Hersteller kommen die neuesten Modelle im Stand-by-Betrieb mit lediglich 0,5 Watt pro Stunde aus. Das sind 90 Prozent weniger als noch vor zwölf Jahren. Im laufenden Betrieb sorgen LED-Hinterleuchtungen von LC-Displays und erhöhte Luminanz-Effizienz von Plasmaschirmen (geringerer Energiebedarf bei gleicher Helligkeit) für effizientere Verbrauchswerte. Zudem ist die Serienreife großer, sparsamer OLED-Displays bereits absehbar. Erste marktreife Versionen und zahlreiche Prototypen werden die Hersteller hierzu auf der IFA präsentieren. Insgesamt konnte dank intelligenter Technologien der Energieverbrauch von LCDGeräten in den letzten vier Jahren über 20 Prozent und der von Plasmageräten sogar um mehr als 35 Prozent gesenkt werden. Diese Potenziale den Verbrauchern zu vermitteln und zu wichtigen Kriterien bei Kaufentscheidungen werden zu lassen, ist eine der großen Herausforderungen für die Hersteller. Orientierungshilfen für die Verbraucher bieten Energielabel wie der etablierte „Energystar“ oder der „Blaue Engel“. Ein einheitliches Logo für Consumer Electronics existiert hingegen noch nicht. Gerade hier lohnt sich ein Blick hinüber zu den Elektro-Hausgeräten, bei denen ein einheitliches Label seit langem für mehr Übersichtlichkeit sorgt. Auch die Hersteller von Elektro-Hausgeräten verfolgen seit vielen Jahren das Ziel, mit modernen Gerätekonzepten höhere Energieeffizienz zu erzielen. So sank von 1997 bis 2007 der Energieverbrauch von Waschmaschinen um 30 Prozent, von Geschirrspülern um 40 Prozent und von Kühlschränken sogar um 45 Prozent. Gerade weil Kühl- und Gefriertruhen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr in Betrieb sind, zahlen sich Neuanschaffungen schnell aus. Moderne A++-Geräte verbrauchen rund 70 Prozent weniger als welche aus dem Jahr 1990. Dennoch sind über 30 Millionen Kaltgeräte in Deutschland über zehn Jahre alt. Bei einem Austausch gegen höchsteffiziente Geräte der Klasse A++ könnten auf Anhieb rund 8,4 Milliarden Kilowattstunden Strom sowie 5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Mit im Schnitt 250.000 Besuchern, Handels- und Unternehmensvertretern aus aller Welt sowie einer breiten medialen Berichterstattung ist die IFA in diesem Jahr die ideale Plattform für innovative und energie-intelligente Produktlösungen. Durch die Hinzunahme der Elektro-Hausgeräte entsteht ein in diesem Maße vorher noch nie da gewesenes Informationsangebot – eine große Herausforderung, aber auch Chance für die Aussteller.










